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TORKRET wird zum Markenbegriff

Gegründet wurde TORKRET von dem Ingenieur Carl Weber im Jahre 1920 in Berlin. Dieser hatte während einer mehrjährigen Tätigkeit in Amerika das damals noch in der Entwicklung befindliche Betonspritzverfahren kennen gelernt.

Carl Weber entwickelte nun eine eigene Maschine für das Verspritzen von Mörtel / Beton. Er bekam 1920 das deutsche Patent hierfür und gründete die Firma TORKRET zur Auswertung dieser Erfindung.

TORKRET wurde zur Marke und zur Verfahrensbezeichnung für Spritzbeton.

Schon bald nach der Gründung von TORKRET wurden die Maschinen für spektakuläre Bauaufgaben eingesetzt. 1922 wurde die damals durch einen Großbrand schwer geschädigte Stahlbetonkonstruktion der Sarotti Schokoladenfabrik in Berlin unter Anwendung von TORKRET-Maschinen saniert und die volle Tragfähigkeit der Konstruktion wieder hergestellt. 1923 wurden die neu aufzufahrenden Wasserstollen des Walchensee Kraftwerks mit Spritzbeton gesichert und so die ersten praktischen Erfahrungen mit dem später „Neue Österreichische Tunnelbauweise“ (NÖT) genannten Verfahren gesammelt. 1926 wurden die weitgespannten Tonnengewölbe der heute wieder durch die Europäische Zentralbank (EZB) genutzten ehemaligen Großmarkthalle in Frankfurt mit einer lediglich 8 cm dünnen  Spritzbetonschale hergestellt. Zahllose filigrane Schalentragwerke wurden erst durch die Anwendung dieses Verfahrens möglich. 

Beim Wiederaufbau der Bundesrepublik war das Spritzbetonverfahren wiederum eine wichtige technische Innovation, denn Spritzbeton eignet sich hervorragend zur Instandsetzung und Verstärkung instabiler und geschädigter Bauteile. So wurde in vielen technischen Büros oder Hochschulen der Begriff „Torkretieren“ als Synonym für das Spritzbetonverfahren verwendet.

Ebenfalls eine Weiterführung der Ursprungsideen stellt 2006 die erste praktische Anwendung einer Bauteilverstärkung mit aufgespritzzem Textilbeton an der Hyparschale des großen Hörsaals der Fachhochschule in Schweinfurt durch TORKRET dar. Hier wurde die Kombination aus Feinbeton, Carbonfaserbewehrung und Spritzbetontechnologie zu einem neuen Bauteilverstärkungsverfahren genutzt.   

Neue und vielfältige optische Gestaltungsmöglichkeiten von Spritzbetonoberflächen wurden durch das 2009 patentierte Verfahren TORKRET Relief® in die Bautechnik eingeführt. Mechanisch hoch belastbare Bauteiloberflächen werden seitdem auch höchst ansprechend und kunstvoll dreidimensional und mehrfarbig hergestellt.   

Heute steht die Marke TORKRET für die anspruchsvolle Instandsetzung und Sanierung von Ingenieurbauwerken und Bestandsimmobilien aller Art. Hierzu gehört auch der Erhalt denkmalgeschützter Bausubstanz, egal ob aus Beton, Stahlbeton oder Mauerwerk.

 

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