Umsichtiges Handeln in der Krise
Baugewerbe setzt auf Nachhaltigkeit und Qualität
Experten und Politiker sind sich einig: Qualität am Bau ist mehrdimensional und kann nur gewährleistet werden, wenn alle am Bau beteiligten Interessensgruppen dieselbe Richtung einschlagen. Unternehmer Andreas Schmieg hat sich intensiv mit den Chancen und Schwierigkeiten der Baubranche auseinander gesetzt. Als Vorstandsvorsitzender der Torkret AG hat er das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet und ist hinsichtlich dieser Entscheidung zuversichtlich, für die Zukunft bestens gerüstet zu sein.
Auch im Angesicht der Finanzkrise könne im Bau 2008 nicht von einem schlechten Jahr gesprochen werden. Zwar werde in der Planungs- und Finanzierungsphase sehr umsichtig gehandelt, so Andreas Schmieg, das "große Jammern befürchten wir nicht". Michael Halstenberg, Leiter Abteilung Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten im Bundesministerium, sieht angesichts weiter steigender Energiekosten den Antrieb für den Bausektor im Jahr 2009 vor allem im energetischen Umbau von Wohnräumen privater Eigentümer. "Als Konjunkturstützen", so Halstenberg, "wird die Regierung Infrastrukturausgaben erhöhen. Hier liegt der Fokus ebenfalls auf nachhaltigen, energetischen Maßnahmen sowie verstärkt im Verkehr."
Die Banken haben während der Subprime-Crisis ihr Vertrauen, mit Geld umgehen zu können, verspielt – werthaltige Immobilien werden hingegen sowohl für Investoren als auch für private Bauherren wieder verstärkt an Anlagewert gewinnen.
Eines der heißen Themen rund um die Qualität am Bau ist die viel beschworene Projektkultur. "Sicher bedingt durch die Krise im Bau in den letzten Jahren, mussten wir feststellen, dass die Beteiligten am Bau nicht mehr bereit waren, die Probleme während des Bauens gemeinsam zu erkennen und auch gemeinsam zu lösen. Stattdessen hat sich jede Partei auf den eigenen Standpunkt zurückgezogen. Erfolgreiches Bauen für Auftraggeber und Auftragnehmer funktioniert aber nur, wenn alle Parteien akzeptieren, dass wir während der Ausführung auf Veränderungen reagieren müssen und die Lösungen nur im Dialog mit allen Beteiligten gefunden werden können. Partnerschaftliche Zusammenarbeit muss wieder an Relevanz gewinnen. Damit gewinnt auch die Verfahrensqualität enorm", plädiert Andreas Schmieg für ein pro-aktives Arbeiten am Bau. Jede Partei am Bau soll nicht nur ihr eigenes Ziel vor Augen haben, sondern mit ganzheitlichem und vorausschauendem Denken am "großen Ganzen" arbeiten.
Ein nicht ganz unwichtiger Aspekt geringer Qualität in der Bauausführung ist das weit verbreitete Lohndumping. Um Kosten zu drücken, werden häufig preiswerte Arbeiter ohne qualifizierte Ausbildung angeheuert, die hochwertige Arbeit einfach nicht leisten können, weil ihnen die Ausbildung und Erfahrung fehlen. Doch mit dieser Mentalität kann und wird sich Andreas Schmieg nicht anfreunden.
Er vertritt auch bei der Personalpolitik entschlossen Qualität als wichtigsten Grundpfeiler am Bau: "Sowohl Bauherren als auch Objektbetreiber erwarten ein Gebäude für einen langjährigen effektiven Betrieb. Am Markt kann also nur bestehen, wer Qualität bietet. Wir bringen diese Leistungen. Und das zu einem angemessenen Preis."
Dabei wird eben nicht nur die "sichtbare Bauleistung", sondern auch das hinter der Fassade erbrachte Engagement mit einbezogen. Ein Unternehmen wie die Torkret AG setzt zukunftsweisend auf Aus- und Weiterbildung seiner Fachkräfte. Nachhaltigkeit steht hier sowohl für die Baustellen, als auch für die Qualifikation der Mitarbeiter im Vordergrund. Für viele ist das Ansehen und die Stellung der Branche ein ausschlaggebender Punkt, einen Beruf im Bauwesen zu ergreifen. Der Bau hat derzeit ein hohes Ansehen bei Ingenieuren und Facharbeitern. In Nordrhein-Westfalen konnte in den letzten Jahren ein Zuwachs an Auszubildenden im Baugewerbe von über 20 Prozent verzeichnet werden.
Damit erstklassige Arbeit zu einem garantierten Versprechen wird, haben öffentliche Hand und die Bauwirtschaft das Präqualifikationsverfahren (PQ) initiiert. Ausführende Bauunternehmen weisen in diesem Verfahren nach, dass sie die technischen, rechtlichen und organisatorische Voraussetzungen für bestimmte Aufgaben erfüllen. Selbstverständlich findet sich auch Schmiegs Unternehmen auf dieser PQ-Liste wieder: "Als Bauunternehmen mit Tradition und Verantwortung sind wir stolz darauf, durch herausragende Leistungen die Präqualifikation für uns beanspruchen zu können. Dies garantiert unseren Auftraggebern, Kompetenz, Sicherheit und Qualität. Wir sind damit auf dem richtigen Weg", sieht sich der Unternehmer Schmieg bestätigt.
Dass der Weg stimmt, zeigt auch seine Entscheidung, das vor über 90 Jahren gegründete Spezialunternehmen in diesem Jahr komplett neu aufzustellen. Unter dem Dach der Marke Torkret wurde das Geschäft auf die Säulen Substanzbau, Komplettbau und Ingenieurbau aufgeteilt.
Während sich die Firma mit der Tochter Torkret Substanzbau AG auf die vollständige Instandsetzung und Sanierung von Infrastrukturobjekten, Verkehrsbauwerke sowie Gewerbe- und Wohnimmobilien spezialisiert, begleitet sie mit der Tochter Torkret Komplettbau den Besitzer von gewerblichen Bestandsimmobilien bei der schlüsselfertigen Umnutzung, Renovierung und Instandsetzung. Die Aufgabe der Torkret Ingenieurbau Gesellschaft hingegen ist es, die architektonischen Vorgaben für die Bestandsimmobilie im Bereich des Rohbaus umzusetzen und unter Berücksichtigung aller statischen Gegebenheiten und Auflagen hochwertige Umbau-, Anbau- oder Erweiterungsarbeiten durchzuführen.
Unternehmer Schmieg ist ein Mensch, der sich nicht mit Gegebenem zufrieden gibt. Sieht er die Möglichkeit einer Verbesserung, setzt er diese durch. Auch im Falle der Neuausrichtung des traditionell verwurzelten Unternehmens Torkret bewies er den richtigen unternehmerischen Instinkt.
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Redaktioneller Hinweis:
TORKRET ist Premium-Anbieter für innovative und wertsichere Bauleistungen im Bereich der anspruchsvollen Instandsetzung, der Verstärkung von Bauwerken und dem schlüsselfertigen Bauen im Bestand. Das 1919 von Firmengründer Carl Weber eingeführte Verfahren zum Auftragen von Spritzbeton ("Torkretieren") hat dem Unternehmen seinen Namen gegeben. Seit der Firmengründung 1920 hat sich das Unternehmen zum führenden Spezialbauunternehmen für Komplettbau, Substanzbau und Ingenieurbau entwickelt. Torkret ist mit 10 Niederlassungen und 450 Mitarbeitern in Deutschland und Luxemburg erfolgreich tätig. Torkret befindet sich durch seine Präqualifikation auf der offiziellen PQ-Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V.

