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TORKRET: 100 Jahre geballte Kompetenz in der...

+++ Essener Traditionsunternehmen wurde 1920 gegründet +++ Rekonstruieren, ertüchtigen, schützen und erhalten von Bestandsbauten aller Art +++ Pioniergeist prägt das Unternehmen von Beginn an mehr

TORKRET: 100 Jahre geballte Kompetenz in der Bauwerkserhaltung

+++ Essener Traditionsunternehmen wurde 1920 gegründet
+++ Rekonstruieren, ertüchtigen, schützen und erhalten von Bestandsbauten aller Art
+++ Pioniergeist prägt das Unternehmen von Beginn an

Stuttgart, 21.8.2020        Das Jahr 2020 ist für das Essener Traditionsunternehmen TORKRET ein ganz besonderes – auch wenn die geplanten Feierlichkeiten verschoben werden mussten. Gegründet 1920, blickt TORKRET mit Stolz auf die vergangenen 100 Jahre zurück: Das Unternehmen hat in dieser Zeit unzählige Projekte realisiert und die technischen Innovationen in der Bauwerkserhaltung vorangetrieben.

TORKRET steht für die anspruchsvolle Instandsetzung und Sanierung von Hoch- und Ingenieurbauwerken. Hierzu gehört auch der Erhalt denkmalgeschützter Bausubstanz, gleichgültig, ob aus Beton oder Mauerwerk. Mit fünf Standorten ist TORKRET heute in Deutschland vertreten. Die 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Inland und im benachbarten Ausland im Einsatz. Seit 2012 gehört TORKRET – unter dem Dach der Direktion Bauwerkserhaltung – zur Stuttgarter Ed. Züblin AG. 

„Der Pioniergeist unseres Firmengründers Carl Weber prägt TORKRET bis heute. Das Unternehmen hat in seiner bewegten Geschichte stets auf die Weiterentwicklung erprobter Verfahren und die Entwicklung ganz neuer Möglichkeiten gesetzt. Und diese Tradition führen wir auch in Zukunft weiter“, betont Willi Eiden, TORKRET-Geschäftsführer.

100 Jahre Innovationsfreude und anspruchsvolle Projekte 
Der Ingenieur Carl Weber hatte die „Deutsche Torkret Baugesellschaft mbH“ 1920 in Berlin gegründet. Er entwickelte unter anderem eine Maschine für das „Verspritzen von Mörtel und Beton“, für die er das deutsche Patent erhielt. Daraufhin führte Carl Weber das Spritzbetonverfahren zur Praxisreife: die Geburtsstunde des sog. „Torkretierens”. Dabei wird eine Mischung aus Zuschlägen, Zement und Wasser mit der entsprechenden Druckluft auf den Untergrund aufgetragen. Bis heute ist das Torkretieren die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung für großflächige Beton-Instandhaltungen.

Bei der stark beschädigten Stahlbetonkonstruktion der fünfgeschossigen Sarotti Schokoladenfabrik in Berlin kamen 1922 erstmals TORKRET-Maschinen zum Einsatz. Zwei Jahre später setzte das Unternehmen das erste Mal eine Brücke – ein Bauwerk in Berlin aus Eisenbeton – mit Spritzbeton instand. Es folgten Projekte vom Tunnelbau über die Befestigung von Felshängen und die Baugrubensicherung bis hin zum Bau kompliziert geformter Bauteile und Skulpturen. Ab 1959 dichtet TORKRET Stollen, Tunnelröhren und Behälterflächen im Kunstharz-Faser-Spritzverfahren ab; Natursteinmauerwerk wird mit dem TORKRET-Aero-Spritzverfahren tiefenverfugt.

2004 startete TORKRET mit den ersten Versuchen zu Reliefoberflächen im Spritzbetonverfahren und erhielt 2009 das Patent für das sog. TORKRET Relief® mit den dazugehörigen Unterkategorien TORKRET Art und TORKRET Stone®. Mit den Verfahren werden optisch und architektonisch anspruchsvolle Oberflächen gestaltet. Profilierter Spritzbeton wird seit jeher auch als Sichtbeton verwendet. Mechanisch hoch belastbare Bauteiloberflächen können mit TORKRET Relief® kunstvoll dreidimensional und mehrfarbig hergestellt werden.  

Auch bei der Anwendung von Textilbeton ist TORKRET Vorreiterin: 2006 hat das Unternehmen die weltweit ersten flächigen Sanierungen mit textilbewehrtem Feinbeton an einem Flächentragwerk realisiert; 2016 wurden erstmals Stahlbetonstützen mit Textilbeton verstärkt. Textilbeton verbindet die Vorteile des Spritzbetons (Produktivität, Verbundstärke, Flexibilität) mit einer leichten und nicht korrosionsanfälligen Bewehrung.

Die TORKRET-Projekte sind seit jeher vielfältig. Das Beispiel „Mariendom in Neviges“, dessen Sanierung TORKRET bereits seit Juli 2018 durchführt, zeigt exemplarisch Ideenreichtum und Forschergeist des TORKRET-Teams. Erfahren Sie hier mehr zu diesem spannenden Projekt


   
TORKRET steht für die anspruchsvolle Instandsetzung und Sanierung von Bestandsbauten wie u. a. Kirchen und Denkmälern, Ingenieurbauten, Parkhäuser und Tiefgaragen. Hierzu gehört auch der Erhalt denkmalgeschützter Bausubstanz, gleichgültig, ob aus Beton oder Mauerwerk. (Bildnachweis: TORKRET GmbH)
   
  

  
Sarotti Schokoladenfabrik – Sanierung nach Großbrand (1922)
Kurz nach der Gründung von TORKRET wurden die TORKRET-Maschinen bereits für spektakuläre Bauaufgaben eingesetzt. 1922 sanierte TORKRET die damals durch einen Großbrand schwer geschädigte Stahlbetonkonstruktion der Sarotti Schokoladenfabrik in Berlin und stellte so die volle Tragfähigkeit der Konstruktion wieder her. (Bildnachweis: TORKRET GmbH)

  
   

    
Bessere Standfestigkeit für „Herkules“ (1934 und 2007)
Das barocke Riesenschloss samt „Herkulesstatue“ in Kassel steht schon seit seiner Fertigstellung 1717 auf wackeligen Beinen. Die Ursachen: Ungünstige Bodenverhältnisse und der verwendete Tuffstein, dessen Druckfestigkeit und Frostbeständigkeit völlig überschätzt wurde. TORKET führte 1934 erstmals Instandsetzungsarbeiten durch. Zum Beispiel wurden Steine ausgetauscht und die entstehenden Hohlräume mit Mörtel verfüllt – insgesamt wurden 2.000 m3 verarbeitet. 2007 hat das TORKRET-Team u. a. die Mauern mit rd. 250 m Spannankern und mehr als 500 Nadelankern ertüchtigt. (Bildnachweis: TORKRET GmbH)

  
   

  
Der FH Schweinfurt aufs Dach gestiegen: Verstärkung der Hyparschale (2006)
Als erste Firma weltweit setzte TORKRET zur Verstärkung eines Schalentragwerks der Fachhochschule in Schweinfurt die innovative Technologie des textilbewehrten Spritzbetons ein. Die Dachkonstruktion des großen Hörsaals der Fachhochschule in Schweinfurt in Form eines hyperbolischen Paraboloids hat eine Spannweite von 38 x 39 m. Die Schale ist in der Mitte lediglich 8 cm dick. Im Bereich der auskragenden Hochpunkte zwischen den Stützen entstanden starke Verformungen. (Bildnachweis: TORKRET GmbH)
   

    

  
Freie Formen – Kletterbogen Overhill, Töpelwinkel (2009)
Mit Spritzbeton und Bewehrung werden nicht nur Bestandsbauten ertüchtigt, sondern auch neue Bauwerke erstellt. Spritzbeton ist vor allem dann eine Alternative zum Normalbeton, wenn freie Formgebung, Verzicht auf zumindest eine Schalung und große Flexibilität beim Einbau zur Geltung kommen sollen. 2009 baute das Team vom TORKET-Standort in Berlin den Kletterbogen „Overhill“ mit einer Scheitelhöhe von 10,5 m und einer Dreifachkrümmung. (Bildnachweis: TORKRET GmbH)
  

 

Instandsetzung Verbindungstunnel U5 / U8, Littenstraße Berlin (2016/17)

Den sog. Waisentunnel, einen eingleisigen U-Bahnverbindungstunnel in Berlin unterhalb der Spree, sanierte TORKRET grundlegend von innen und außen, um Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Verkehrssicherheit nachhaltig aufrechtzuerhalten. Die Instandsetzung umfasste Gewölbedecke (856 m2), Tunnelwände (427 m2) und insgesamt 21 Unterzüge. Die Arbeiten erfolgten auf geschlossenem Raumgerüsten, bei eingeschränkter Arbeitshöhe im Pilgerschrittverfahren unter Vollsperrung. (Bildnachweis: TORKRET GmbH)
  
   
 
  
Fassadensanierung Lindner Congress Hotel, Düsseldorf (2017/18)

Die zeitlich zweigeteilte Instandsetzung umfasst Sichtbetonaußenflächen, Balkon- und Fassadenelemente des Hotels und des vorgelagerten Versorgungsturms über eine Fläche von insgesamt 8.000 m2. Unter laufendem Hotelbetrieb beseitigte TORKRET lokale Beton- und Korrosionsschäden und beschichtete die Sichtbetonfertigteile für einen nachhaltigen Oberflächenschutz. Die Bearbeitung an den Außenseiten der Balkonbrüstungen war ausschließlich über Hängegerüste möglich. Die Arbeitsabläufe wurden in Abstimmung mit dem Hotelmanagement so koordiniert, dass die zeitaufwendigen Arbeiten vom Hängegerüst auf ein Minimum reduziert werden konnten. (Bildnachweis: TORKRET GmbH)
  
    

  
Denkmalschutz: Sanierung Kokerei Zollverein, Essen (2019)

Die von TORKRET sanierte Hochdruck-Anlage ist Bestandteil der denkmal-geschützten Zeche Zollverein in Essen. Die Instandhaltung umfasste die Dach- und Fachsanierung des Stahlbetonskeletttragwerks und der Ziegelmauerwerksverbände sowie die Dachabdichtung des mittleren und westlichen Gebäudeteils. Der östliche Teil war bereits 2017 ertüchtigt worden. Die Kokerei Zollverein wurde Ende der 1950er-Jahre durch die Architekten Schupp und Kremmer geplant und errichtet. 2002 erklärte die UNESCO das Industriedenkmal Zeche Zollverein zum Weltkulturerbe. (Bildnachweis: TORKRET GmbH)
  
     

  
Sanierung Mariendom in Neviges (2018 bis 2021)

Das Dach der von Gottfried Böhm entworfenen Wallfahrtskirche „Maria, Königin des Friedens“ in Neviges gleicht einem monumentalen Faltwerk. Unvermeidliche thermische Bewegungen führten zu Betonschäden und wasserführenden Rissen. Zum Erhalt der Sichtbetonarchitektur wurde an der RWTH Aachen ein neuartiges Sanierungskonzept mit carbonbewehrtem Spritzmörtel entwickelt, das TORKRET nach erfolgreichem Test derzeit umsetzt. (Bildnachweis: TORKRET GmbH/ Bernd Kammerer)
   
   
 
  
Kreative Betonoberflächen mit TORKRET Relief®

Neben der Ertüchtigung und Instandsetzung durch Torkretieren bietet das Verfahren neuen Spielraum, um außergewöhnliche Betonoberflächen zu gestalten. Individuell angefertigte Matrizen werden vor dem letzten Spritzgang mit der TORKRET Relief®-Betonmischung auf die noch frische Spritzbetonlage geheftet und abschließend wieder entfernt. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Schriftzüge, abstrakte Darstellungen oder Bilder lassen sich dauerhaft in jeder beliebigen Farbe und in unterschiedlichen Körnungsstärken dreidimensional abbilden. (Bildnachweis: TORKRET GmbH)
  
    

   
Mit TORKRET Stone® wird Stein- und Fugenbild von Mauerwerk entwurfsgetreu nachbildet. Die Mauerwerksoptik mit den unterschiedlichsten Steinarten und Steinformaten sowie die Mehrfarbigkeit durch reliefartig abgesetzte Scheinfugen verleihen dem Bauwerk eine individuelle Note.
(Bildnachweise: TORKRET GmbH)

 

 

 

 

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