Druck starten Dieses Fenster schließen

Nachrichten

Technische Informationen

Als innovatives Unternehmen suchen wir den Kontakt und den Austausch mit der Fachwelt und unseren Kunden. Wir informieren gerne über Neuigkeiten aus unserem Fachbereich und freuen uns über Ihr Feedback! +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

 

Anspruchsvolle Hochhaus-Kernsanierung „Am Plärrer“ in...

Im Januar dieses Jahres hat das TORKRET-Team Kassel mit den anspruchsvollen Arbeiten für das Projekt im Herzen der Innenstadt Nürnbergs begonnen. mehr

TORKRET verstärkt Stützen mit carbonbewehrten Textilbeton

Erste baupraktische Textilbetonanwendung zur Stützenverstärkungmehr

Sanierung der ehemaligen Großmarkthalle in Frankfurt am Main

Die ehemalige Großmarkthalle gehört zu den denkmalgeschützten Gebäuden der Stadt Frankfurt und ist untrennbar mit ihr verbunden. Das imposante Gebäude war seiner Zeit architektonisch lange voraus, war es doch in Größe und ...mehr

Sanierung der ehemaligen Großmarkthalle in Frankfurt am Main

Die ehemalige Großmarkthalle gehört zu den denkmalgeschützten Gebäuden der Stadt Frankfurt und ist untrennbar mit ihr verbunden. Das imposante Gebäude war seiner Zeit architektonisch lange voraus, war es doch in Größe und Funktion perfekt für die Nutzung als Markthalle konzipiert.

Der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main wurde mit der Auflage verknüpft, die ehemalige Großmarkthalle in das Gesamtkonzept einzubeziehen und das grundlegende Erscheinungsbild des unter Denkmalschutz stehenden Bauwerks zu erhalten.

Dieser Herausforderung stellen sich seit der Grundsteinlegung im Mai 2010 die Europäische Zentralbank, die Fachplaner sowie die ausführenden Firmen tagtäglich in enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz, um bis zur Fertigstellung des Neubaus im Jahr 2015 das bestmögliche Sanierungsergebnis für die Großmarkthalle zu erzielen.

So wurde der Denkmalschutz bereits bei der Planung berücksichtigt und diente als Grundlage zur Vorbereitung für die Ausschreibung. Wichtige Voruntersuchungen an den wesentlichen Bauteilen der Bestandsgebäude wurden durchgeführt und sind in umfangreichen Dokumentationen festgehalten. Trotz der umsichtigen Planung tauchen während der laufenden Bauausführung immer wieder unvorhersehbare Schäden auf, die kurzfristig eine neue und passgenaue Abstimmung für die Sanierungsmaßnahme erforderlich machen. Eine langjährige Nutzung, bauliche Änderungen, der Zweite Weltkrieg und die natürlichen korrosiven Umweltbedingungen haben ihre Spuren an und in den Bauwerken hinterlassen.

An der Großmarkthalle mit ihren östlichen und westlichen Kopfbauten wurden insgesamt 65.000 m² Betonoberflächen einer Sanierung unterzogen. Die Sanierung teiltr sich in zwei unterschiedliche Aufgabenbereiche auf:

Teil 1: Grundhafte Sanierung – Sanierung aller relevanten Stahlbetonbauteile mit dem Ziel, die Dauerhaftigkeit und die Standsicherheit für die geplante, neue Nutzung sicherzustellen.

Teil 2: Restauratorische Sanierung – Sanierung der unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten betrachteten, bauzeitlichen Betonbau- und Mauerwerkstragkonstruktion (ca. 7.000 m²), Metall- und Holzteile sowie Putzmalereien und Kunststeinbeläge.

Erbaut wurde die Großmarkthalle in den Jahren 1926 bis 1928 nach den Plänen des damaligen Stadtbaudirektors Martin Elsaesser.

Das statische Konzept der Großmarkthalle war mit seinen Stahlbeton-Rahmentragwerken und den dazwischen frei gespannten, dünnschaligen Tonnendächern eine große Herausforderung für die damalige Zeit und bis dahin einzigartig in Deutschland.

 

Aufgabe ist es, die Substanz und die damaligen architektonischen Gesichtspunkte möglichst unverändert für künftige Generationen zu erhalten.

Es gilt, den bauzeitlichen Gedanken des Planers und die noch vorhandenen Strukturen so weit wie möglich zu erhalten, die schadhafte Substanz und ggf. vorhandene, nicht zeitgemäße Änderungen zu entfernen und durch rekonstruierte Bauteile, nach bauzeitlichem Vorbild, zu ergänzen und zu ersetzen.

Auch den Anforderungen an die künftige Nutzung und dem dauerhaften Schutz der Stahlbeton- und Mauerwerksbauteile wird nach den heutigen Standards (DIN-EN-Normen, RILI SIB und WTA-Empfehlungen) Rechnung getragen.

Dabei wurden mit der Denkmalpflege und den Planern spezielle, abgestimmte Materialien und Verfahren für die Bearbeitung eingesetzt. So kam auch jetzt wieder u. a. das bereits 1926 bei der Herstellung der Tonnengewölbe, zum damaligen Zeitpunkt „neue“ Torkret-Spritzbetonverfahren, für die Instandsetzung der Betonbauteile zum Einsatz.

Die durchgeführten Maßnahmen wurden von der Bestandsaufnahme über den abgestimmten Maßnahmenkatalog bis zum Abschluss der ausgeführten Leistung dokumentiert.

Dies setzte bei allen Beteiligten, vom Planer bis zum Handwerker vor Ort, einen hohen Sachverstand, den Respekt vor dem bauzeitlichen Bestand und die Liebe zu einer handwerklich guten Arbeit voraus. Als Unternehmen sind wir sehr stolz, bereits beim Bau der Großmarkthalle mit unserem Verfahren „Torkretieren“ beigetragen zu haben und heute nach fast neunzig Jahren mit der Sanierung den Erhalt der Großmarkhalle zu unterstützen.